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Versand von Büchern - Ist das noch zeitgemäß?

Januar 18, 2020 - Lesezeit: 3 Minuten

Ich möchte hier meine Gedanken zum Thema Bücherversand zum Besten geben. Ich lese sehr viel und kaufe die Bücher auch eher, als dass ich diese ausleihen würde.

Gerade der Buchhandel hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte stark gewandelt. War früher der Buchladen vor Ort der erste Anlaufpunkt, ist der Kauf von Büchern und anderen Druckerzeugnissen über das Internet üblich geworden.

Stark zugenommen haben in den letzten Jahren elektronische Bücher, welche mittels eines elektronischen Lesegeräts die Funktion von Büchern vermitteln.

Sind das nun gute Entwicklungen?

Gleich mal vorab: Ich sehe die Entwicklung als positiv. Einmal aus marktwirtschaftlicher Sicht, ist das Angebot für den Konsumenten deutlich gestiegen. Hatte er früher hauptsächlich nur den Weg in die Buchhandlung, kann er heute auf ein weltweites Angebot an Druckerzeugnissen zurückgreifen. Diese werden ihm nach dem Bestellvorgang per Luftpolstertasche oder Kartonagen bequem nach Hause geliefert. Noch schneller und bequemer geht es bei E-Books. Der Kauf geht teilweise in sekundenschnelle, der Download auf das persönliche Lesegerät dauert kaum länger. Also egal, wie man zu den einzelnen Möglichkeiten des Lesens von Büchern steht: Man kann sich die Variante aussuchen, die man bevorzugt.

Ich persönlich habe mich damals gefreut, als die ersten Versandhändler den Kauf von Büchern über das Internet ermöglichten. Vor allem die Zeitersparnis war mir wichtig.

Ein typischer Kauf in einem Buchladen sah für mich davor so aus:

Ich wusste in der Regel schon, was ich brauchte. Oft waren es Fachbücher für Computer, genauer Programmierhandbücher. Aber: Welches ist das richtige für meine Bedürfnisse? Eine Möglichkeit war es, direkt im Buch zu blättern. Aber da hatte ich das Problem, dass ich selbst schwer beurteilen konnte, ob es was taugt. Sind die Beispiele fehlerfrei? Gibt es andere, die einfach nicht in der Buchhandlung verfügbar waren? Vor allem der englischsprachige Markt ist sehr groß und die Übersetzungen oft mangelhaft. Ich hatte also nur einen sehr begrenzten Ausschnitt des Gesamtmarktes zur Auswahl.

Die Verkäufer konnten oft auch nicht helfen. Waren die doch kaum Programmierprofis. Und im Bestellverzeichnis nachschauen bringt auch maximal die Infos vom Klappentext, der über die Qualität des Buchs nichts aussagt.

Oft ist es darauf hinausgelaufen, dass ich ein Buch kaufte, nach einiger Zeit wieder weglegte, weil es nicht das war, was ich brauchte und für viel Geld ein anderes kaufen musste.

Wie mache ich das heute?

Ich gehe online, suche nach Schlagwörtern, finde eine gute Auswahl, kann virtuell darin blättern, Rezensionen inklusive Begründungen für die Bewertung lesen und dann bestellen.

Ein Vorgang, der mich früher Stunden gekostet hat, wird nun in fünf Minuten abgehandelt.

Deshalb sehe ich den Kauf von Büchern und deren Versand als absoluten Meilenstein im Buchhandel, von dem der Konsument zu einhundert Prozent profitiert.